Bestand der Wälder weltweit im Jahr 2025 – und in der Schweiz!

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Wälder sind für das Leben auf der Erde unverzichtbar und bieten erhebliche Vorteile:

  1. Ökologischer Schutz für das Klima, Luftproduktion/-filterung, Wasser, Boden, Biodiversität und als Lebensraum.
  2. Wirtschaftliche Vorteile durch die Bereitstellung von Rohstoffen, Arbeitsplätzen und Nahrungsmitteln.
  3. Sozialer Nutzen für Erholung, Gesundheit, Bildung, Forschung und Lärmreduzierung.

Die Grafik zeigt die Rangfolge der Verteilung der globalen Waldflächen im Jahr 2025 nach einzelnen Ländern und Regionen. Die Daten stammen aus der aktuellen Global Forest Resources Assessment 2025 der Vereinten Nationen.

Die wichtigsten Ergebnisse sind:

  • Wälder bedecken ca. 32 % der gesamten Landfläche der Erde, über 4 Milliarden Hektar.
  • Fünf Länder machen mehr als 50 % der weltweiten Waldfläche aus: Russland (> 833 Millionen ha, etwa 1/5 der Erde), Brasilien (486 Millionen ha), Kanada (369 Millionen ha), die USA (309 Millionen ha) und China (227 Millionen ha). Das bedeutet, dass politische Entscheidungen von fünf Regierungen das Schicksal der Wälder weltweit beeinflussen können.
  • Insbesondere äquatoriale Wälder (Tropenwälder) halten den Planeten kühl. Allein der brasilianische Amazonas-Regenwald speichert rund ein Viertel des gesamten landgebundenen Kohlenstoffs. Weitere grosse äquatoriale Wälder mit einer reichen Artenvielfalt finden sich in der Demokratischen Republik Kongo, Indonesien und Peru. Leider sind die äquatorialen Wälder in diesen Ländern auch Brennpunkte im Konflikt zwischen Wirtschaftswachstum (Holzeinschlag, Landwirtschaft und Bergbau) und Naturschutz.
  • Die Wiederaufforstung hat in Asien, z. B. in China, dank jahrzehntelanger gross angelegter Baumpflanzinitiativen wie der „Grossen Grünen Mauer” positive Auswirkungen. Auch in Europa hat die Wiederaufforstung zu positiven Ergebnissen geführt. Schweden und Finnland zeigen beispielsweise, wie nachhaltige Forstwirtschaft mit einer florierenden Holzindustrie koexistieren kann. In der Türkei und in Spanien hat die Wiederaufforstung den Rückgang der Waldfläche im 20. Jahrhundert umgekehrt.
  • Politische Instrumente wie Anreize für die Aufforstung und strenge Beschränkungen, die in Asien und Europa zu mehr Nachhaltigkeit geführt haben, könnten auch von anderen Ländern übernommen werden. Etwa ein Fünftel (ca. 813 Millionen Hektar) der weltweiten Waldfläche befindet sich in gesetzlich ausgewiesenen Schutzgebieten, und 71 % sind in öffentlicher Hand.

⏩ Wälder sind komplexe sozioökologische Systeme, deren nachhaltige Bewirtschaftung für heutige und zukünftige Generationen von entscheidender Bedeutung ist. Der Erhalt der Wälder ist ein grundlegendes Umweltziel im Kampf gegen den Klimawandel.

⏩ Der Schutz unserer Wälder – auch vor Bränden, Krankheiten und anderen schweren Wetterereignissen – ist eine gemeinsame globale Verantwortung!

Weitere Informationen (in englischer Sprache) finden Sie hier (Link)

Befragen wir ChatGPT zum Zustand der Schweizer Wälder, so bekommen wir auf diese Fragen - Wie viele Hektar umfassen die Waldflächen in der Schweiz? Wie ist es um die Wälder in der Schweiz bestellt? Wie gross ist die CO2-Bindungskapazität der Wälder in der Schweiz? - folgende Antworten:

Waldfläche: Die Schweiz hat rund 1,3 Millionen Hektar Wald (≈ 1’300’000 ha) — das sind ca. 32 % der Landesfläche.

Zustand der Wälder - Gesamtbefund: meist stabil bis leicht verbessert in den letzten Jahren; Biodiversität und viele Waldfunktionen haben sich tendenziell erholt/verbessert. Zugleich bestehen wichtige Risiken: Trockenheit, Hitze, Stürme, Borkenkäfer- und andere Schädlingsausbrüche sowie Waldbrände und die Folgen intensiver Holzernte. Diese Faktoren führen zu starken jährlichen Schwankungen im Gesundheits- und Speicherzustand des Waldes. (Quellen: Waldbericht 2025 / BAFU).

CO₂-Bindung (Kapazität / Leistung) - Vereinfachte Faustregel: Der Schweizer Wald nimmt im Mittel grob 2 Tonnen CO₂ pro Hektar und Jahr netto auf — das entspricht bei 1,3 Mio. ha ~2,6 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr (Schätzwerte in der Größenordnung 2–3 Mio. t CO₂/Jahr werden in verschiedenen Quellen genannt). Andere Auswertungen liegen etwas höher (z. B. Schätzungen um ≈2,5–3,6 Mio. t CO₂/Jahr) — die Bandbreite entsteht durch unterschiedliche Bilanzmethoden (welche Kohlenstoff-kompartimente berücksichtigt werden: Baum-Biomasse, Totholz, Streu, Boden, Holzprodukte; sowie durch Abzüge für Ernteverluste und natürliche Mortalität).

Wichtige Zusatzhinweise / Unsicherheiten: Die Jahres-Netto-Senkenleistung schwankt stark: nach grossen Sturmschäden, Massenbefall oder starker Holznutzung kann die Netto-Senke deutlich kleiner ausfallen oder sogar vorübergehend zu einer Nettoquelle werden. Deshalb sind Jahreswerte mit Unsicherheit behaftet und müssen laufend beobachtet (BAFU-Messungen, Forstinventuren) werden.