Greenwashing wird immer raffinierter
Greenwashing ist eine kritische Bezeichnung für das Verbreiten von Informationen und Kommunikationsinhalten und für sonstige Aktivitäten, die bewusst darauf zielen, einem Unternehmen in der Öffentlichkeit ein umweltfreundliches und verantwortungsbewusstes Image zu verleihen, ohne dass es dafür eine hinreichende Grundlage gibt. Beim Greenwashing werden Techniken der Öffentlichkeitsarbeit, der Rhetorik und der Manipulation benutzt, um einem Unternehmen, seinen Produkten oder Aktivitäten eine positive Wahrnehmung zu verschaffen (umgangssprachlich: „weisse Weste“). So behaupten die Unternehmen unter anderem, die Ausrottung der Armut und des Welthungers voranzutreiben, ihre Produkte fair zu handeln oder auf ökologische und klimaverträgliche Weise herzustellen. Übliche Felder sind Erklärungen zur Nachhaltigkeit, Energieeffizienz oder der CO2-Neutralität (Def. in Anlehnung an Wikipedia).
Zu Greenwashing haben wir einen interessanten LinkedIn-Beitrag von The ESG Lab gefunden (Link) – aus dem Englischen via deepl übersetzt:
Greenwashing wird immer raffinierter und die Nachhaltigkeitsbehauptungen werden immer ausgefeilter.
Ein grünes Logo, ein «Netto-Null»-Versprechen oder ein Etikett mit dem Hinweis auf recyceltes Material können beeindruckend klingen – doch die eigentliche Frage lautet: Was ändert sich tatsächlich?
Greenwashing kann heute viele Formen annehmen:
🔹 Vage Behauptungen – «umweltfreundlich» ohne messbare Belege
🔹 Greenlighting – Eine kleine grüne Initiative hervorheben, während grössere Auswirkungen ignoriert werden
🔹 Greenhushing – Echte Fortschritte verschweigen, um einer genauen Prüfung zu entgehen
🔹 Greenshifting – Die Verantwortung auf die Konsumenten abwälzen, anstatt die Geschäftspraktiken zu ändern
🔹 Greenrinsing – Nachhaltigkeitsziele immer wieder ändern
🔹 Greenlabeling – Umweltlabels verwenden, die einen irreführenden Eindruck erwecken
🔹 Greenmasking – Hervorhebung positiver ESG-Daten bei gleichzeitiger Verschleierung negativer Leistungen
🔹 Greenspinning – Darstellung begrenzter Fortschritte als grosse PR-Geschichte
🔹 Greencrowding – Verstecken hinter kollektiven Branchenverpflichtungen
🔹 Greenclaim-Inflation – Darstellung kleiner Verbesserungen als bahnbrechende Veränderungen
Die Lösung liegt nicht in mehr Nachhaltigkeitsrhetorik. Sie liegt in besseren Belegen.
Achten Sie auf messbare Ziele, transparente Daten, klare Ausgangsgrössen, unabhängige Überprüfung und Fortschritte, die im Laufe der Zeit nachverfolgt werden können.
Denn echte Nachhaltigkeit muss nicht übertrieben werden. Sie muss unter Beweis gestellt werden.