Die Bedeutung von Führungstilen für Unternehmen
Die Ausgestaltung der Unternehmens-Kultur und damit auch das Thema «Führung» sind für Unternehmen und Organisationen sehr wichtig, damit Mitarbeitende zufrieden sind und mit Freude und Einsatz gemeinsam geschafft wird. Dazu haben wir zwei LinkedIn-Beiträge gefunden, die wir mit Ihnen teilen wollen. Insgesamt können sich Interessierte auch mit dem Modul 14 unserer Kern-Lerninhalte «Unternehmens-Kultur-Entwicklung» in diesen Themenbereich reinlesen und reinschauen (Video) – Link.
LinkedIn-Beitrag von Peter Wyden vom 28.04.26 (Link)
Viele Führungskräfte stellen sich eine entscheidende Frage zu selten: Wie gut kümmert sich dein Unternehmen um dein Team?
Denn eine einfache Wahrheit gilt immer: Dein Team kann Kunden nur so gut betreuen, wie du dein Team betreust.
Wenn sich Mitarbeitende unterstützt fühlen, arbeiten sie anders. Sie hören genauer zu. Sie übernehmen mehr Verantwortung. Sie bauen Vertrauen auf. Und genau dieses Vertrauen macht aus Projekten langfristige Partnerschaften.
Ein hilfreiches Modell dafür ist die Maslow-Hierarchie - übertragen auf Teamführung. Sie zeigt, welche Bedürfnisse erfüllt sein müssen, damit Teams wirklich leistungsfähig werden. Hier sind die sechs Ebenen:

- Sicherheit (Basic Needs)
Am Anfang steht Stabilität. Menschen müssen wissen:
- Was wird von mir erwartet?
- Welche Rolle habe ich im Team?
- Was bedeutet Erfolg?
Führung bedeutet hier:
- Klare Rollen definieren
- Transparente Erwartungen setzen
- Unsicherheit reduzieren
Ohne Sicherheit entsteht kein Vertrauen.
- Zugehörigkeit (Belonging)
Menschen wollen Teil von etwas sein. Teams funktionieren dann am besten, wenn echte Verbindung entsteht.
Das bedeutet:
- Zeit für Gespräche im Team
- Offene Kommunikation
Eine Kultur, in der jeder gehört wird. Leistung entsteht selten in Isolation. Sie entsteht in starken Teams.
- Anerkennung (Esteem)
Viele Führungskräfte unterschätzen die Kraft von Anerkennung.
Ein ehrliches „Danke“ kann mehr bewirken als jede Bonusstruktur.
Wichtig ist:
- Erfolge sichtbar machen
- Leistung anerkennen
- Feedback geben, das stärkt
Menschen, die sich wertgeschätzt fühlen, übernehmen mehr Verantwortung.
- Entwicklung (Growth)
Die besten Mitarbeitenden wollen wachsen. Wenn sie diese Möglichkeit nicht im Unternehmen finden, suchen sie sie woanders.
Deshalb braucht es:
- Weiterbildung
- Mentoring
- Herausfordernde Aufgaben
Führung bedeutet auch, Menschen auf ihre nächste Rolle vorzubereiten.
- Sinn (Purpose)
Menschen wollen verstehen, warum ihre Arbeit wichtig ist. Verbinde daher die Arbeit deines Teams mit dem echten Nutzen für Kunden.
Zeige:
- Welches Problem wird gelöst
- Welche Wirkung entsteht
- Warum ihre Arbeit zählt
Sinn schafft Motivation.
- Neue Führungskräfte entwickeln (Transcendence)
Die stärksten Teams entstehen, wenn Führung multipliziert wird.
Das bedeutet:
- Verantwortung übertragen
- Mentoring ermöglichen
- Menschen befähigen, selbst zu führen
Dann wächst nicht nur Leistung. Sondern Leadership.
Das Gute daran: Du musst nicht alle Ebenen gleichzeitig verändern. Beginne mit einer. Verbessere sie diese Woche. Kleine Investitionen in dein Team haben eine enorme Wirkung über Zeit. Und irgendwann führst du nicht nur ein Team.
Du baust eine Kultur, die nachhaltig erfolgreich ist.
Im zweiten LinkedIn-Beitrag von Tobias Niewöhner geht es um die Unterscheidung zwischen «Boss» und «Leader» (Link) – siehe Grafik Titelbild
Fakt: Die besten Leute bleiben nicht wegen des Gehalts. Sie bleiben, wenn sie sich sicher und ernst genommen fühlen.
Ich erlebe das in vielen Trainings sehr deutlich. Teilnehmende erzählen immer wieder von zwei Arten von Führung:
- Da ist der „Boss“, der Kontrolle will (oftmals bis ins letzte Detail).
- Und da ist der „Leader“, der Vertrauen möglich macht.
In Teams mit Boss-Modus höre ich oft:
„Bloß keinen Fehler machen.“
„Ich halt lieber die Klappe.“
In Teams mit echter Führung klingt es anders:
„Fehler sind okay, wenn wir daraus lernen.“
„Ich bringe meine Idee offen ein.“
Genau das ist der Unterschied.
👉 Ein Boss schaut auf erbrachte Leistung.
👉 Ein Leader baut Stärke für morgen.
Kein Bonus, kein Obstkorb und kein „Danke fürs Durchhalten“ ersetzt dieses Gefühl.
Sicherheit entsteht, wenn ich:
👉 Fehler nicht bestrafe, sondern nutze
👉 Verantwortung einfordere, ohne zu demütigen
👉 Beiträge ernst nehme – auch wenn ich anders denke
Wahre Führung zeigt sich deshalb weniger in „Ich habe die Macht“ sondern viel mehr in „Ich lasse andere wachsen."
Offene Frage: Wann hast du Führung erlebt, bei der du dich wirklich sicher gefühlt hast – und was hat das mit dir gemacht?